Inklusion im und durch Sport

Seit 2013 engagiert sich der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen im Themenfeld Inklusion, um die Akzeptanz der Menschen mit Behinderung als Teil der Gesellschaft, die Anerkennung der Vielfalt der Menschen sowie die Achtung der menschlichen Würde und der individuellen Autonomie zu verbessern.

Inklusionspreis

Inklusion im Sportverein heißt: Menschen mit und ohne Behinderung sind gemeinsam aktiv – sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Gremienarbeit.

Mit dem Inklusionspreis, der mit insgesamt 10.000€ dotiert ist, zeichnet der LandesSportBund Niedersachsen e. V. jährlich drei Vereine aus, die sich bereits jetzt auf den Weg gemacht haben, Inklusion vor Ort zu leben.

Der Inklusionspreis ersetzt den bis einschließlich 2013 verliehenen Günther-Volker-Preis, den der LSB über viele Jahre für besonderes soziales Engagement an Sportvereine verliehen hat.

Inklusionspreis 2015

Der LandesSportBund Niedersachsen (LSB) hat den Golfclub Lilienthal mit dem „Inklusionspreis 2015“ ausgezeichnet. Den zweiten und dritten Platz belegten der SV Vorwärts Nordhorn 1919 und der Sport- und Freizeitclub Harz-Weser 1982.

Insgesamt hatten sich 26 Vereine an dem Wettbewerb LSB Niedersachsen um den diesjährigen Inklusionspreis beworben.
Mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte, selbstbestimmte und aktive Teilhabe im Sport zu ermöglichen, haben viele niedersächsische Vereine bereits Initiativen gegründet, Netzwerke gebildet und Lösungen für mögliche Fragen und Schwierigkeiten gefunden. In diesen Vereinen sind Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam auf dem Spielfeld oder in der Sporthalle aktiv, spielen, trainieren und wettstreiten miteinander. Darüber hinaus gestalten in diesen Vereinen Menschen mit und ohne Behinderung auch die Gremienarbeit gemeinsam und gleichberechtigt im Sinne der Inklusion.

Die Preisträger

Golfclub Lilienthal e.V.
Der Verein, 1998 als erster Golfclub Deutschlands mit inklusiver Ausrichtung gegründet, bie-tet auf seiner barrierefreien Anlage inklusives Freizeitgolfen und Golftraining zum Erreichen der Platzreife sowie regelmäßig inklusive Turniere bzw. Turniere nur für Menschen mit Be-hinderung an. Darüber hinaus hat der Verein in Kooperation mit  der Stiftung Leben und Ar-beiten 12 Greenkeeper-Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen eingerichtet.

SV Vorwärts Nordhorn 1919 e.V.
Die inklusive Vereinsarbeit des SV Vorwärts 1919 e.V. Nordhorn findet sowohl in der Sportausübung als auch in der Gremienarbeit statt. So steht der Großteil der Sportangebote Menschen mit Behinderung offen und die Interessen der Mitglieder mit Behinderung werden durch einen Spieler des Rollstuhlbasketball-Teams vertreten. Anfang des Jahres konnte der Verein die „Halle für Alle“, eine barrierefreie Sportstätte, in Betrieb nehmen.

Sport- und Freizeitclub Harz-Weser e.V. 1982
Bereits bei der Gründung des Vereins vor 33 Jahren wurde „Die Förderung des Sports und der Freizeit mit Behinderten […]“ als Artikel 2 in die Satzung aufgenommen. Somit wurden von Beginn an alle Vereinsaktivitäten von Mitgliedern mit und ohne Behinderung gemeinsam durchgeführt. Auch im Vorstand arbeitet immer ein Mitglied mit Behinderung mit, um die Inte-ressen der insgesamt 50 Mitglieder mit Behinderung zu vertreten.

Die Jury

Die Auswahl der Preisträger haben in diesem Jahr vorgenommen: Der Niedersächsische Sportminister Boris Pistorius, Petra Wontorra (Landesbeauftragte für Menschen mit Behinde-rungen), LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Birgit Eckhardt (Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen e.V.), Karl Finke (Präsident des Behin-derten-Sportverbandes Niedersachsen e.V.) und Peter Fiebiger (Präsident des Gehörlosen-Sportverbandes Niedersachsen e.V.).

Inklusionspreis 2014

Um den Inklusionspreis 2014 haben sich insgesamt 43 Vereine (!) aus ganz Niedersachsen mit überaus vielfältigen und innovativen Inklusionsmaßnahmen beworben.

Die Vielzahl der Bewerbungen verdeutlichte sehr eindrucksvoll, dass Inklusion im niedersächsischen Sport keine Illusion ist, sondern gelebter Alltag. Viele Vereine engagieren sich bereits seit vielen Jahren in besonderem Maße für die gleichberechtigte und aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport.

Die Vielzahl der Bewerbungen hat auch gezeigt, dass Inklusion im niedersächsischen Sport viele Facetten hat: So sind Menschen mit und ohne Behinderung zum einen gemeinsam auf dem Spielfeld oder in der Sporthalle aktiv, spielen, trainieren und wettstreiten gemeinsam. Zum anderen finden sich immer häufiger auch Vereine, in welchen sich Menschen mit Behinderung in der Gremienarbeit engagieren und hier aktiv und gleichberechtigt an der Gestaltung des Sports mitwirken.

Die Preisträger 2014:

  1. Osnabrücker Turnerbund von 1876 e.V.
  2. SC Rote Teufel - Ganderkesee e.V.
  3. Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover ´94 e.V.

Die feierliche Preisverleihung fand in den barrierefeien Räumlichkeiten der Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover ´94 e.V. statt. 

TOTO LOTTO