10.04.2019 - Göttingen, Hannover, Nordhorn und Oldenburg

Vier Städte aus Niedersachsen gehören zu den Spitzenreitern innerhalb ihrer Ortsgrößengruppe des Zufriedenheits-Indexes 2018. 170.000 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt und 683 Städte und Gemeinden bewertet.

170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2018 an der Umfrage beteiligt – das sind 40 Prozent mehr als 2016. Sie haben 683 Städte und Gemeinden bewertet (2016: 539). Ihre Bewertungen sind alarmierend: Die Note für die Fahrradfreundlichkeit sank von 3,81 (2016) auf 3,93. Damit ist das Radklima in Deutschland nur ausreichend. Auch das Sicherheitsgefühl hat sich auf 4,16 verschlechtert. 81 Prozent möchten getrennt vom Autoverkehr Rad fahren, bei den Frauen sind es sogar 86 Prozent.

Aussagekräftige Ergebnisse: 74 Prozent der Teilnehmer fahren täglich Rad und kennen die Bedingungen vor Ort genau, auch aus der Autoperspektive, denn 75 Prozent haben ein Pkw zur Verfügung.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und fand 2018 zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den ADFC-Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

Die Städte und Gemeinden werden in sechs Ortsgrößengruppen unterteilt:

Ortsgrößengruppe >500.000 Einwohner

Ortsgrößengruppe 200.000 - 500.000 Einwohner

Ortsgrößengruppe 100.000 - 200.000 Einwohner

Ortsgrößengruppe 50.000-100.000 Einwohner

Ortsgrößengruppe 20.000 - 50.000 Einwohner

Ortsgrößengruppe < 20.000 Einwohner

Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 ist eine Befragung mit dem Ziel der vergleichbaren Erfassung von Radfahrbedingungen in Städten und Gemeinden. Erhoben wird dabei die subjektive Einschätzung hinsichtlich von für den Radverkehr wesentlichen Punkten. Das Konzept sieht vor, dass nicht ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung an der Erhebung teilnimmt (d.h. auch die Nichtradfahrenden), sondern ein möglichst breiter Kreis an Viel- und Gelegenheitsradfahrern. Radfahrende als Zielgruppe von Maßnahmen zur Radverkehrsförderung übernehmen damit gleichzeitig die Funktion der Bewertung der Radverkehrsbedingungen. Die Erhebung wurde mit geringen Variationen in der selben Art auch in den Jahren 1988, 1991, 2003, 2005, 2012, 2014 und 2016 durchgeführt. Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur(BMVI) im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. Die Erhebung und Aufbereitung der Daten wurde durch team red (www.team-red.net) durchgeführt.
Durchführung
Die Datenerhebung zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 erfolgte vom 1.9.2018 bis zum 30.11.2018. Deutschlandweit wurden Radfahrer gebeten, ihre Einschätzung zum Radverkehr in ihrer Stadt abzugeben. Die Bewertung der Fragen erfolgte in Form einer sechsstufigen Skala von 1 bis 6 zwischen zwei entgegengesetzten Antwortpolen ("semantisches Differential"). Vereinfacht kann die Bewertung als Schulnote interpretiert werden. Der Fragebogen konnte sowohl online (am Computer oder Smartphone) als auch in Papierform ausgefüllt werden. Wesentliche Verbreitungswege der Aufrufe zur Teilnahme waren die Mitgliederzeitschriften des ADFC, lokale und regionale Medienberichte (Rundfunk, Zeitungen), Internetseiten von Städten sowie Werbeflyer und Plakate, z.B. in Fahrradläden und Ortsämtern. ADFC-Aktive auf lokaler Ebene spielten zumeist eine zentrale Rolle bei der Informationsverbreitung und Teilnehmergenerierung.
Insgesamt gingen 168.378 Interviews (160.729 online, 7.649 schriftlich) ein, von denen 166.245 Interviews nach verschiedenen Prüfungen (u.a. Aussortierung leerer Fragebögen und von Mehrfachteilnahmen) ausgewertet werden konnten. Die vorab festgelegte Mindestfallzahl an erforderlichen Teilnehmern (abhängig von der Ortsgrößenklasse: 100 für Städte über 200.000 Einwohner, 75 für Städte 100.000-200.000 Einwohner, 50 für Städte und Gemeinden unter 100.000 Einwohner) wurde von 683 Städten und Gemeinden erreicht, für die insgesamt 151.705 Interviews vorliegen. Die vorliegende Ergebnistabelle enthält nur Auswertungen aus diesen Orten. Bezug für die Stadtgröße sind die Daten des Statistischen Bundesamtes zum Stand 30.5.2018.

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