15.11.2017 - KSB Stade

Beim 42. Kreissporttag hat der bisherige Vorsitzende Hermann Krusemark die goldene LSB-Ehrennadel erhalten. Er trat nicht wieder zur Wahl an. Sein Nachfolger ist Knut Willenbockel.

Beim 46. Kreissporttag des KSB Stade wurden dessen bisheriger Vorsitzende Hermann Krusemark verabschiedet. LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach ehrte Krusemark mit der goldenen LSB-Ehrennadel. Nachfolger von Krusemark ist Knut Willenbockel. Verabschiedet wurde auch Paul-Reinhard Schmidt, der für seine Verdienste zum KSB-Ehrenmitglied ernannt wurde.

Pressemitteilung des KSB Stade vom 14. November 2017:

 

"Der 46. Kreissporttag des Kreissportbundes (KSB) Stade stand ganz im Zeichen zweier Verabschiedungen, zu denen auch Landessportbund-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach nach Buxtehude reiste.

Der KSB-Vorsitzende Hermann Krusemark und sein Stellvertreter Paul-Reinhard Schmidt sagten adieu. Schmidt wurde aufgrund seiner langjährigen Verdienste sogar zum Ehrenmitglied ernannt. Bei seiner Ehrung und dem Applaus der gut 150 anwesenden Vereinsvertreter sei er wirklich gerührt gewesen, sagt Paul-Reinhard Schmidt. Der 74-Jährige war seit 1984 beim KSB. Von 1989 bis 2015 war er zudem Vorsitzender des NFV-Kreises Stade.

Vor allem der Fußball verbindet Schmidt mit Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach. Es gäbe keinen Fußballer, den er länger kennt, sagte der Präsident des Landesportbundes. Die beiden hatten bei ihren Tätigkeiten beim Niedersächsischen Fußballverband viel und gut zusammengearbeitet. „Das waren immer gut organisierte und zügige Sitzungen“, erinnert sich Schmidt. Oftmals sind sie nach Ausschüssen noch in die Halle gegangen und haben gebolzt. „Das gibt’s heute nicht mehr“, so Schmidt.

Gern erinnert er sich auch an seine Ausfahrten mit NFV-Auswahlmannschaften. Kalifornien, Polen, Bulgarien oder Israel fallen ihm sofort ein. Beim KSB sei Schmidt ein „Dinosaurier“ gewesen, der „seine Spuren hinterlassen hat“, würdigte Knut Willenbockel, der dem neu gewählten KSB-Vorstand nun vorsitzt. Diese Spuren gilt es nun zu füllen. Schmidt habe das Sportstipendium und den Sportstättenbau maßgeblich geprägt, lobte Willenbockel. Die KSBler hatten im Vorfeld überlegt, wie sie Schmidt ehren könnten und dabei festgestellt, dass er zu den „Ausgeehrten“ gehört. Schmidt nennt schon alle möglichen Ehrennadeln sein eigen. So wurde er zum Ehrenmitglied. Seine Bodenständigkeit solle dem neuen Vorstand als Vorbild dienen, so Willenbockel. Als Ratgeber sei Schmidt immer willkommen.

Ein Dinosaurier ist Hermann Krusemark nach sechs Jahren als Vorsitzender nicht. Ehrenvoll verabschiedet wurde er aufgrund seines Engagements freilich ebenso. „Es war nicht immer einfach“, sagt Krusemark über seine Zeit als Vorsitzender. Er habe in seiner Zeit beim KSB „noch viel dazugelernt“. Man müsse auch mit Sportlern sensibel umgehen, viel Rücksicht nehmen und immer alle mitnehmen. Krusemark hebt das Positive seines KSB-Engagements hervor. Er habe gern in Sportvereinen vermittelt, er habe viele interessante Gespräche geführt und noch mehr kameradschaftliche Begegnungen genossen. „Höhepunkte waren immer, wenn man helfen konnte“, sagt Krusemark.

Es gebe weiter viel zu tun und zu bewegen für den KSB Stade, betont Krusemark, und nennt den Sportstättenbau, die Übungsleiterzuschüsse, Integration oder stockende Mitgliederzahlen bei den Sportvereinen. Der KSB müsse als Dienstleister für die Vereine da sein.

Die Kooperation mit dem KSB Cuxhaven laufe derweil nicht so wie gewünscht. „Wir sind immer noch dabei, dem Kind das Laufen beizubringen“, sagt Krusemark. Seinen Nachfolger Willenbockel lobt er als Kenner der Szene und wünscht ihm „ein glückliches Händchen“. Krusemark sagt aber auch, dass sich der Landessportbund bei der Entwicklung mehr einbringen müsse. Schmidt sagt, dass die neue Mannschaft des KSB Stade einen Neuanfang angehen könne. Zu einer gelungenen Kooperation gehören immer zwei Parteien. Da ist schon der erste Rat des Dinosauriers."