09.11.2018 - LSB: Umweltminister teilt Position des Sports

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, teilt die Auffassung des Sports in der Debatte um die sog. Kinderlärmprivilegierung der Sportanlagenlärmschutzverordnung. Der organisierte Sport fordert seit langem eine Gleichstellung spielender Kinder auf Sportplätzen mit denen auf Spielplätzen.

Kinderlärm auf Ballspielplätzen soll genauso behandelt werden wie der aus Kindertageseinrichtungen und von Kinderspielplätzen.

Der Gesetzgeber hatte dieses Anliegen bei der jüngsten Reform des Gesetzes nicht berücksichtigt. Daher stellten der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Fußballbund in einer gemeinsamen Erklärung im Mai 2017 fest: Die Reform der Sportanlagenlärmschutzverordnung  ist ein Durchbruch für den Sport. Der Bundestag hat den Interessenausgleich zwischen Sportaktivität und Immissionsschutz wieder hergestellt. Vom neuen Immissionsrecht profitieren in erster Linie innerstädtische Sportvereine. Leider ist man nicht allen unseren Vorschlägen gefolgt. Insbesondere die fehlende Kinderlärmprivilegierung ist eine Sollbruchstelle. Warum Kinder auf Bolzplätzen anderes behandelt werden wie auf sonstigen Sportanlagen bleibt jedoch ein wenig erfreuliches Rätsel.“

In einem aktuellen Schreiben an den LandesSportBund (LSB) Niedersachsen teilt Lies die Auffassung des Sports: Die kindlichen Geräusche, die den Spaß an der Bewegung und den Sozialkontakt auch beim Sport ausdrücken sollen, sind die Geräusche, die sozialadäquat hinzunehmen sind. „In der sozialen Akzeptanz des von Sportanlagen ausgehenden Kinderlärms sind keine Unterschiede zu dem von Kinderspielplätzen ausgehenden Lärm festzustellen, die eine Ungleichbehandlung rechtfertigen könnten“, heißt es in dem Schreiben.

Lies kündigt in dem Schreiben auch an, sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Freiwillige Ökologische Jahr einsetzen zu wollen. Und schließlich sagt er zu, dass der LSB wie ein Träger öffentlicher Belange im Rahmen von Beteiligungsverfahren zur Ausweisung von NATURA 2000-Gebieten insbesondere bei gewässerbezogenen Schutzgebietsverordnungen, die Regelungen zur Sport- und Freizeitnutzung der Gewässer beinhalten, eingebunden werden soll.