18.12.2017 - Olympischer Sommersport

Der vollständige Förderzyklus des Olympischen Sommersports greift nach aktuellem Stand im Januar 2021. Die PotAS-Analyse soll im August 2018 eingeleitet werden.

Nach Abschluss der Verbandsgespräche hat der DOSB gemeinsam mit den LSB nach sportfachlichen und strukturellen Anerkennungskriterien eine Liste der künftigen Bundesstützpunkte (BSP) erstellt. Auf dieser Liste stehen 121 sportfachlich anerkannte BSP, 19 zu prüfende BSP und 49 BSP, die nicht fortgeführt werden sollten. Zwölf Bundesstützpunkte sind für die Sportarten Radsport, Reiten, Karate, Base- und Softball vorgesehen, die bisher kein Bundesstützpunktsystem hatten. Diese Liste wurde dem BMI und den Ländern wie vereinbart übermittelt. Die Länder haben bei der Sportministerkonferenz in St. Wendel am 10. und 11. November 2017 eine so genannte Positivliste beschlossen, in der die sportfachliche Bundesstützpunktliste des DOSB für das Anerkennungsverfahren um zusätzliche Standorte erweitert wurde. Im nächsten Schritt wird mit Jahresbeginn 2018 zwischen DOSB, BMI und Ländern das Anerkennungsverfahren für die BSP im Olympischen Sommersport abgestimmt.

In der Woche vom 28. August bis 1. September 2017 sowie am 22. September 2017 fanden unter Leitung des DOSB die FSL-Gespräche (Forschungs- und Service-Verbund für den Leistungssport) für den Olympiazyklus 2017-2020 statt. Beteiligt waren Olympiastützpunkte, Spitzenfachverbände sowie IAT und FES. Insgesamt wurden an den sechs Tagen 28 Gespräche geführt, an denen erstmals auch die Vorübergehenden Olympischen Verbände (Deutscher Baseball und Softball Verband/DBSV und Deutscher Karate Verband/DKarV) sowie der Deutsche Behindertensportverband teilnahmen. Die Spitzenfachverbände formulierten ihre Anforderungen im Bereich der Spezialbetreuung, die sie von den Olympiastützpunkten als zentralen Service- und Betreuungseinrichtungen im nächsten Olympiazyklus für den Sommersport erwarten.

Bei den Gesprächen – die von einer recht unterschiedlichen inhaltlichen Qualität geprägt waren – dominierte das Trendthema Athletiktraining. In Summe wurden von den Sommersportverbänden mehr als 12.000 Personentage im trainings- und bewegungswissenschaftlichen Bereich, 200 Personentage im Bereich der Sportmedizin, 2.600 Personentage im physiotherapeutischen Bereich und mehr als 3.200 Tage für den Bereich des Athletiktrainings als Anforderungen formuliert.

Auf Basis der Gesprächsergebnisse werden nun zwischen DOSB, Spitzenverband, Olympiastützpunkten, IAT und FES Kooperationsvereinbarungen verbindlich geschlossen. Im Sinne des Qualitätsmanagements werden diese im Rahmen der FSL-Halbzeitgespräche Anfang 2019 noch einmal gemeinsam evaluiert, um ggf. Anpassungen vorzunehmen. Die FSL-Gespräche mit den Wintersportverbänden finden nach den Winterspielen in PyeongChang in 2018 statt.

Quelle: DOSB-Mailing 14. Dezember 2017