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22.11.2016 - 41. Landessporttag fordert Erhöhung der Sportförderung

Der 41. Landessporttag fordert eine Erhöhung der Sportförderung auf einen Gesamtbetrag von 41 Mio. Euro pro Jahr. Aktuell erhält der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen auf der Basis des Nds. Sportfördergesetzes einen festen Betrag von 31,5 Mio. Euro sowie einen variablen Betrag (2016: rund 2,4 Mio. Euro) pro Jahr.

41. Landessporttag fordert Erhöhung der Sportförderung

Der 41. Landessporttag fordert eine Erhöhung der Sportförderung auf einen Gesamtbetrag von 41 Mio. Euro pro Jahr. Aktuell erhält der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen auf der Basis des Nds. Sportfördergesetzes einen festen Betrag von 31,5 Mio. Euro sowie einen variablen Betrag (2016: rund 2,4 Mio. Euro) pro Jahr.

„Die Sportorganisation hat in den vergangenen Jahren immer mehr gesellschaftliche Problemthemen angepackt und bewiesen, dass der Sport einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet. Im Vergleich zu allen anderen Bundesländern haben wir aber in Niedersachsen deutlich geringere Möglichkeiten, den Leistungssport zu fördern, die fachliche Arbeit der Landesfachverbände zu unterstützen, die Sportinfrastruktur angemessen zu fördern und dem ehrenamtlichen Engagement eine notwendige hauptberufliche Unterstützung an die Seite zu stellen“, begründet LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach die Forderung.

Auf seiner Sitzung am 19. November 2016 haben die mehr als 100 Delegierten einstimmig diese Resolution verabschiedet:

„Die Arbeit der niedersächsischen Sportvereine und -verbände ist hinsichtlich ihrer Leistungen in Aufgabenfeldern wie Integration, Inklusion, Gesundheitsförderung und Bildung für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Der Landesgesetzgeber hat die herausragenden Leistungen des Sports in Niedersachsen u. a. dadurch gewürdigt, dass er 1997 die Förderung des Sports als Staatszielbestimmung in die Niedersächsische Verfassung aufgenommen hat. Mit der Verabschiedung des Niedersächsischen Sportfördergesetzes im Jahr 2012 ist eine verbindliche Finanzierungszusage des Landes gegenüber dem Landessportbund Niedersachsen (LSB) gegeben worden. Diese gibt dem LSB mit seinen Sportbünden sowie allen Sportvereinen und -verbänden Rechts- und Planungssicherheit. Gleichwohl ist die Höhe der Sportförderung im Hinblick auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in keiner Weise auskömmlich.

Der 41. Landessporttag hat sich auf dieser Grundlage mit notwendigen Verbesserungen der finanziellen Rahmenbedingungen des niedersächsischen Sports beschäftigt. Der Landessporttag ist sich seiner Gesamtverantwortung auch vor dem Hintergrund des Neu­verschuldungs-Verbotes des Landes ab 2020 bewusst, sieht aber dennoch die Notwendigkeit für eine bessere Finanzausstattung und hierfür auch den entsprechenden Handlungsrahmen als gegeben an. Die massiven Kürzungen der Sportförderung des Landes in den Jahren 2004 und 2005 um insgesamt 21%, die letztlich die Basis der aktuellen Sport­förderung darstellen, sind zurückzunehmen. Die aktuell bestehende Sportförderung an den LSB ist um den damaligen Kürzungssatz zu erhöhen. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen erforderlich.

Der 41. Landessporttag hat vor diesem Hintergrund fünf konkrete Forderungen beschlossen:

1. Die Sportförderung gem. § 3 des Nds. Sportfördergesetzes, die aktuell aus einem festen und einem variablen Teil besteht, ist zu verstetigen und auf ein erhöhtes Niveau neu festzusetzen. Der Landessporttag fordert als zukünftige Sportförderung die Erhöhung um 21% auf einen Gesamtbetrag von jährlich 41 Mio. Euro.

Begründung:

· Aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Aus- und Fortbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern, in der Entwicklung und Umsetzung von Bildungs- und Gesundheitssportkonzepten, in der Umsetzung von Integration und Inklusion sowie in der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements sind mit den derzeit zur Verfügung stehenden Finanzmitteln nicht zu bewältigen.

·  Das aktuell auf Bundesebene diskutierte neue Förderkonzept für den Spitzensport wird vom Landessporttag grundsätzlich begrüßt. Zur Verbesserung der sich daraus ergebenen Konsequenzen (z. B. Lehrer-Trainer-Stellen, Talentscouts) ist in den nächsten Jahren auf Landesebene ein erheblicher zusätzlicher Finanzbedarf gegeben.

2. Für die Sanierung der verbandseigenen Sportschulen und Leistungszentren in Niedersachsen ist zusätzlich ein Landesprogramm in Höhe von mindestens 10 Mio. € erforderlich.

Begründung:

· Die Sportschulen sind für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen sowie nebenberuflichen Übungsleiterinnen und Übungsleitern im Land unverzichtbar.

· Die Leistungszentren der Landesfachverbände und das Sportleistungszentrum der Landes­hauptstadt Hannover sind für den Leistungssport und den Olympiastützpunkt Niedersachsen die unverzichtbare Basis und weisen aktuell bereits einen erheblichen Sanierungsbedarf auf.

3. Für die Aufrechterhaltung des Betriebes von Sportanlagen und Schwimmbädern, die dem Vereins- und Schulsport dienen, ist ein angemessen ausgestattetes Landes-Sanierungsprogramm für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren erforderlich.

Begründung:

· Die Schwimmfähigkeit der Kinder und Jugendlichen hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen. Die Vereinssportanlagen sowie die kommunalen Sport­stätten können nur unzureichend in Stand gehalten werden.

4. Die Sportvereine sind ein wichtiger Standortfaktor für den Erhalt und den Ausbau der Lebensqualität einer Kommune. Sportförderung muss daher auch auf kommunaler Ebene zu einer Pflichtaufgabe werden. 

5. Die Beschlussfassung der Ministerpräsidenten-Konferenz vom 27.10.2016, die Erteilung von Lizenzen für die Veranstaltung von Sportwetten an qualitative Voraussetzungen zu knüpfen, wird vom Landessporttag unterstützt. Gleichzeitig erwartet der Sport eine angemessene Beteiligung an den Steuern, die von den seit Jahren ohne entsprechende Lizenz am Markt agierenden Sportwettenanbietern gezahlt werden.

Hannover, den 19.11.2016


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