Sport in der EU

Der LandesSportBund Niedersachsen engagiert sich im Rahmen der europäischen Aktivitäten des Deutschen Olympischen Sportbundes auch auf EU-Ebene.

EU-Sportpolitik

Mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 erwarb die Europäische Union (EU) erstmals eine spezifische Kompetenz auf dem Gebiet des Sports. Die EU ist dafür zuständig, eine faktengestützte Politik zu entwickeln, die Zusammenarbeit zu stärken und Initiativen zur Förderung von körperlicher Betätigung und Sport in ganz Europa zu verwalten. Der Rat ermittelt die wesentlichen Themen, die in Zusammenarbeit mit anderen EU-Organen und den Mitgliedstaaten angegangen werden.

 

PRIORITIES FOR SPORT  2014-2019 dt. Fassung

EOC EU-Büro

The EOC EU Office in Brüssel is the representation of the European Olympic Committees (EOC) to the European institutions. It represents furthermore the interests of the International Olympic Committee (IOC) and other major sport organisations at national, European and international level.

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EU-Förderprogramme

Es gibt kein ausschließlich für den Sport bestimmtes Finanzierungsinstrument. Generell gilt, dass reine Sportveranstaltungen wie internationale Meisterschaften oder Wettkämpfe über bestehende EU-Programme nicht finanziert werden können.

Projekte mit Sportbezug können jedoch über EU-Programme aus anderen Bereichen, wie Bildung, Gesundheit, Jugend, Umwelt, Soziales oder Regionalpolitik gefördert werden, wenn sie zur Verwirklichung der Ziele und Prioritäten dieser Programme beitragen.

7-2017: Sport und Integration

Zum einen hat die Europäische Kommission aktuell zwei Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen veröffentlicht, die thematisch für euch oder Eure Vereine interessant sein könnten. Für beide Projekttypen können sich Sportorganisationen alleine bewerben und eine Projektförderung bis zu 60.000,- € erhalten. Diese Projekte müssen zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2018 umgesetzt werden. Bewerbungsfrist ist für beide Aufrufe der 18. August 2018. Die beiden Aufrufe behandeln die folgenden Themen (ich hänge die deutschen Zusammenfassungen auch als pdf an, die Webseiten sind auf Englisch), mögliche Projektmaßnahmen sind relativ offen gehalten:

o   EAC/S16/2017: Sport als Mittel der Integration und sozialen Eingliederung von Flüchtlingen (dt. Aufruf) - Die Kommission wird voraussichtlich 20 Projekte finanzieren.

§  Förderfähigen Maßnahmen muss eine bewährte Methodik zur Sicherstellung der Geschlechtergerechtigkeit zugrunde liegen. Zudem muss auf eine ausgewogene Beteiligung von Männern und Frauen bei jeder vorgeschlagenen Aktivität geachtet werden. Nicht abschließende Liste der wichtigsten im Rahmen dieser Aufforderung förderfähigen Aktivitäten:

§  sportliche Aktivitäten zur Förderung der Teilhabe von Flüchtlingen mit einer ausgewogenen Beteiligung von Männern und Frauen und unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung;

§  Entwicklung, Ermittlung und Förderung von bzw. Austausch zu Aktivitäten und bewährten Verfahren zur Teilhabe von Flüchtlingen an sportlichen Aktivitäten mit dem klaren Ziel der Integration der Flüchtlinge in die Aufnahmegesellschaften;

§  Sensibilisierungsmaßnahmen zum praktischen und nachgewiesenen Mehrwert von Sport für die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft unter gebührender Berücksichtigung der Geschlechtergleichstellung;

§  Vorbereitung, Entwicklung und Durchführung von Schulungs- und Ausbildungsmodulen und -instrumenten;

§  vorbereitende Maßnahmen im Sportbereich;

§  Vernetzung von Projekten im Sportbereich.

7-2017: radikalisierungsgefährdete junge Menschen

o   EAC/S17/2017: Aufsicht und Betreuung für radikalisierungsgefährdete junge Menschen im Rahmen von Sportprojekten (Aufrufdokument aktuell nur auf Englisch verfügbar) - Die Kommission geht davon aus, dass rund 15 Projekte gefördert werden.

§  Im Folgenden findt ihr eine nicht abschließende Liste der wichtigsten im Rahmen dieser Aufforderung förderfähigen Maßnahmen:

·         Maßnahmen zur Unterstützung von Antiradikalisierungsprozessen, die vom förderfähigen Antragsteller in Kooperation mit lokalen, für die Bereiche Radikalisierung, Terrorismus und für die Polizei zuständigen Behörden durchgeführt werden. Die Maßnahmen müssen auf einem Konzept zur ausgewogenen Beteiligung von Frauen und Männern beruhen;

·         Entwicklung, Feststellung, Förderung und Austausch von Maßnahmen und bewährten Verfahren im Bereich der Aufsicht und Betreuung radikalisierungsgefährdeter junger Menschen im Rahmen von Sportprojekten;

·         Sensibilisierungsmaßnahmen zum praktischen und nachgewiesenen Mehrwert von Sport in Bezug auf Antiradikalisierungsprozesse;

·         Ermittlung sportlicher Aktivitäten, die die Gefahr von Radikalisierungsprozessen bergen;

·         Verbreitungsmaßnahmen;

·         Vernetzungsaktivitäten.

§  Maßnahmen ohne evidenzbasierte Geschlechtergleichstellungsmethodik sind nicht förderfähig

LandesSportBund

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