Aktiv für Flüchtlinge und Asylsuchende

Integratives Engagement für geflüchtete Menschen spielt auch im Sport eine große Rolle. Dabei geht es sowohl um eine Willkommenskultur in der Aufnahmesituation als auch um langfristige Integrationsarbeit. Unter dem Motto „InterAktion Sport – Aktiv für Flüchtlinge und Asylsuchende“ bündeln wir unsere bestehenden Möglichkeiten, Sie bei Ihren Aktivitäten zu unterstützen.

Sie sorgen mit Ihrem Engagement dafür, dass kulturelle und soziale Zugangsbarrieren zum Vereinssport abgebaut und Menschen nach oft traumatischen Fluchterfahrungen im Sportverein heimisch werden können. Häufig ergeben sich dabei ganz besondere Herausforderungen für alle Beteiligten.

Unter dem Motto „InterAktion Sport – Aktiv für Flüchtlinge und Asylsuchende“ bündeln wir unsere bestehenden Möglichkeiten, Sie bei Ihren Aktivitäten zu unterstützen:

Sportangebote für Geflüchtete

Sportangebote, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Flüchtlinge orientieren und neu in das Vereinsangebot aufgenommen werden, können pauschal bezuschusst werden mit bis zu 1.000,- € für die ersten 12 Monate. Die Angebote sollten so angelegt sein, dass eine perspektivische Gewinnung der Flüchtlinge für Angebote des Vereins angestrebt wird.

Eine spezielle Form von Sportangeboten stellen zielgruppenspezifische Schwimmkurse dar, die jeweils zeitlich begrenzt sind. Sie können pauschal mit 400,- € bzw. 600,- € unterstützt werden.

zum Antrag Sportangebote für Geflüchtete

Ansprechpartner: Roy Gündel, Tel. 0511 1268-187 

Besondere Veranstaltungen mit Flüchtlingsbezug

Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür oder Strategieworkshops, in deren Mittelpunkt das Thema „Geflüchtete“ steht, können mit bis zu 1.000,- € bezuschusst werden.

zum Antrag Besondere Veranstaltungen mit Flüchtlingsbezug

Ansprechpartner: Roy Gündel, Tel. 0511 1268-187

Kompetenzförderung und Qualifizierung von Flüchtlingen

Bildungsangebote zur Förderung der interkulturellen und sozialen Kompetenz im Umgang mit Geflüchteten im Sport werden ebenso bezuschusst wie die Teilnahme von Geflüchteten an Bildungsangeboten und Maßnahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Die maximale Förderhöhe liegt bei 1.000,- €.

zum Antrag Kompetenzförderung und Qualifizierung von Flüchtlingen

Ansprechpartner: Roy Gündel, Tel. 0511 1268-187 

Sonstiges integratives Engagement für Geflüchtete

Vielfältige weitere Initiativen, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Geflüchteten im und durch den organisierten Sport zum Ziel haben, sich aber nicht den anderen Kategorien zuordnen lassen, können als „sonstige Einzelmaßnahmen“ unterstützt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Bereitstellung von Sportkleidung, Equipment oder Übersetzungshilfen. Die Fördersumme kann bei einer maximalen Laufzeit von 2 Jahren bis zu 3.000,- € betragen.

zum Antrag Sonstiges integratives Engagement für Geflüchtete

Ansprechpartner: Roy Gündel, Tel. 0511 1268-187 

Großprojekte im Flüchtlingskontext

Komplexe, umfangreiche Vorhaben im Flüchtlingskontext können als Projekte finanziell gefördert werden, wenn sie unter anderem vernetzt und nachhaltig angelegt sind. Die maximale Laufzeit beträgt 3 Jahre. Die Fördersumme darf 80% der förderfähigen Gesamtausgaben nicht übersteigen.

zum Antrag Großprojekte im Flüchtlingskontext

Ansprechpartner: Roy Gündel, Tel. 0511 1268-187 

Radfahren vereint - Integrative Fahrradkurse

Das Projekt „Radfahren vereint“ zielt darauf ab, zugewanderten und sozial benachteiligten Menschen (insbesondere Geflüchteten) Fähigkeiten und Kenntnisse des Fahrradfahrens zu vermitteln. Die zielgruppenspezifischen Fahrradkurse fördern bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Mobilität, Selbstständigkeit und das verkehrssichere Verhalten. Sportvereine, Sportbünde oder Landesfachverbände erhalten für die Durchführung eines Fahrradkurses eine pauschale Förderung von 800,- € (5-9 Teilnehmer) oder 1200,- € (10-16 Teilnehmer). In einem Jahr können pro Verein/Sportbund/Fachverband bis zu drei Fahrradkurse beantragt werden.

Informationsblatt zum Projekt Radfahren vereint - Fahrradkurse für Flüchtlinge

zum Antrag Fahrradkurse für Flüchtlinge

Mehrsprachige Materialien für die Fahrradkurse stehen auf der Homepage www.germanroadsafety.de des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) zum Download bereit und können auch direkt beim LSB Niedersachsen kostenfrei bestellt werden. Der DVR ist Partner des LSB Niedersachsen im Projekt „Radfahren vereint“. Die Materialien umfassen:

 

  • Broschüre „Fahrradfahren in Deutschland. Die wichtigsten Regeln“ (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch)
  • Leitfaden „Fahrradsicherheit für Geflüchtete und Zugewanderte. Ein Leitfaden zur Durchführung spezieller Fahrradtrainings“
  • Mehrsprachiges Poster mit den Bestandteilen des verkehrssicheren Rads (Bestellung nur über LSB Niedersachsen)

Ansprechpartner: Maike Fiedler, Tel. 0511 1268-285

Verantwortungsbürger/innen – engagierte Unterstützung vor Ort

Verantwortungsbürgerinnen und Verantwortungsbürger sind Ansprechpersonen für Vereine, Flüchtlinge und andere Partner der Flüchtlingshilfe. Auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung arbeiten sie direkt vor Ort und werden unmittelbar in der operativen Arbeit des Vereins, Sportbundes oder Fachverbandes eingesetzt. Sie begleiten Flüchtlinge zu Sportvereinen, initiieren eigene Bewegungsangebote und Veranstaltungen, beraten Vereinsmitglieder in der Integrationsarbeit oder bahnen neue Kooperationen an. Verantwortungsbürger/innen bilden somit die Schnittstelle zwischen dem organisierten Sport und unterschiedlichen Organisationen der Flüchtlingshilfe.

Informationsblatt Verantwortungsbürger/In

Ansprechpartner: Maike Fiedler, Tel. 0511 1268-285

BFD Welcome

Der LSB unterstützt die Einrichtung von Einsatzplätzen im BFD Welcome. Durch die finanzielle Förderung der Einsatzstellenkosten erhalten junge Menschen die Möglichkeit sich intensiv mit den Themen Flucht und Flüchtlinge auseinander zu setzen. Darüber hinaus erhalten Flüchtlinge über das BFD Welcome einen Zugang zu Sportvereinen, können ihre beruflichen Qualifikationen einbringen und langfristig  für Aufgaben innerhalb der Sportorganisation gewonnen und qualifiziert werden.

Flyer „BFD Welcome“

Ansprechpartnerin: Stefanie Kosik, Tel. 0511 1268-186

Soccer Refugee Coach

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußballverband führt der LSB Niedersachsen das Modellprojekt „Soccer Refugee Coach“ durch. Ziel ist die Qualifizierung von interessierten Flüchtlingen zu Inhalten des Fußballtrainings im Rahmen eines viertägigen, zertifizierten Lehrgangs. Zu den Inhalten gehören unter anderem Übungen zum Aufwärmen und zur Schulung der Kondition, Koordination, Technik und Taktik. Durch die Teilnahme gewinnen die Flüchtlinge wichtige Erfahrungen und Kenntnisse zur Unterstützung des Trainingsbetriebs in den niedersächsischen Vereinen. Sie werden damit in ihrer Rolle als aktive Gestalter gestärkt und bauen ihre Kompetenzen aus.

Ansprechpartner: NFV Referatsleiter, Sebastian Ratzsch, Tel. 05105 75158

Nichtmitgliederversicherung für Flüchtlinge und Asylsuchende

Geflüchtete Menschen, die ohne eine Vereinsmitgliedschaft an Sportangeboten niedersächsischer Sportvereine teilnehmen, sind in mehrfacher Hinsicht über den Landessportbund Niedersachsen versichert. Dafür sorgt ein spezieller Vertrag mit der ARAG-Sportversicherung.

zur Nichtmitgliederversicherung für Flüchtlinge und Asylsuchende

Ansprechpartnerin: Sabine Tönnies, Tel. 0511 1268-140

Weiterführende Fragen und Antworten zum Thema Flüchtlinge

Einen guten Überblick über die wichtigsten Begriffe, Daten und Fakten rund um das Thema „Sport und Flüchtlinge“ gibt auch der Landessportbund Hessen: http://www.landessportbund-hessen.de/sport-und-fluechtlinge/daten-und-fakten/.

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