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Dirk Weidelhofer
Referent
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Lärmschutz - Die neue SALVO ist am 09. Septemer 2017 in Kraft getreten

Am 9. September ist  die im Frühjahr beschlossene Reform der SALVO in Kraft getreten. Wesentliche Änderungen sind:

Die Immissionsrichtwerte für die abendlichen Ruhezeiten sowie die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr wurden nun an die tagsüber geltenden Werte angepasst und so um 5 Dezibel erhöht. Mit diesen Änderungen wird der Zeitraum, während dessen Sportanlagen in den Ruhezeiten ohne eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte genutzt werden können, verlängert.

Zusätzlich können die Abstände zwischen Sportanlagen und heranrückender Wohnbebauung in etwa halbiert werden.

Darüber hinaus wurden Immissionsrichtwerte für die neue Baugebietskategorie "Urbane Gebiete" geregelt. Für diese Gebietskategorie enthält die Sportanlagenlärmschutzverordnung bisher keine Immissionsrichtwerte; dies wurde entsprecht angepasst.

Ferner soll der Sportbetrieb auf Anlagen, die bereits vor 1991 genehmigt oder zulässigerweise ohne Genehmigung errichtet worden sind, rechtlich besser abgesichert werden.

Sonderdruck aus dem "Rechtstelegramm für die Vereins- und Verbandsarbeit" der Führungs-Akademie [Nr. 28, Juni  2017, S.12-14].

Informationen und Bestellmöglichkeiten zum Rechtstelegramm der Führungsakademie finden Sie hier.

Kunstrasen

Seit einigen Jahren setzen die Sportvereine in Niedersachsen verstärkt auf Kunstrasen. Als  Vorteile des Kunstrasens werden genannt:

  • weitestgehend witterungsabhängiger Spielbetrieb bei gleichbleibend guten Spieleigenschaften
  • besondere Strapazierfähigkeit

Die Entscheidung für einen Kunststoffrasenbelag sollte unter Berücksichtigung der Nutzungsintensität, der multifunktionalen Nutzung, der Baukosten und der Wiederbeschaffungskosten getroffen werden.

Was bei der Planung und beim Bau zu berücksichtigen ist, welche Bau- und Pflegekosten entstehen können und welche alternativen Herstellungsmethoden es gibt, wird in unserer Veranstaltungsreihe "Kunstrasen - Informationsveranstaltungen" intensiv erörtert.

LED-Technik in Sportanlagen

Die LED-Technologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. LED verfügen über zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Lichttechnologien. Diese liegen vor allem an folgenden Faktoren: Sie sind klein, kompakt und besitzen eine sehr lange Lebensdauer. Die LED-Technik gilt als Zukunftstechnologie.

Anwendungsbereiche:

  • Innen- und Hallenbeleuchtung
    Bei der Beleuchtung von Innenräumen entspricht die LED-Technologie dem Stand der Technik.
    Auch in Tennishallen kann ein Austausch der Beleuchtung sinnvoll sein, wie das Beispiel des VFL Sindelfingen zeigt.
  • Flutlicht
    Die Verwendung der LED-Technik im Flutlichtbereich wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Einen kritischen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.
    Bei der Auslegung der Beleuchtung sollte die lichttechnische Berechnung besondere Beachtung finden. Hier sind die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung sowie die auf dem Spielfeld erzielten LUX-Parameter zu hinterfragen.
    Weiterhin ist eine realistische Einschätzung der  Nutzungsdauer für die Amortisation ein entscheidener Faktor.

Welche LUX-Parameter bei den jeweiligen Sportarten bzw. unter welchen Wettbewerbsbedingungen  erreicht werden sollten, wird in der DIN EN 12193 „Licht und Beleuchtung – Sportstättenbeleuchtung“ geregelt.

Ein interessantes und umfangreiches Themenheft zu dem Thema Sportstättenbeleuchtung finden Sie hier

Projektsteuerung und Projektmanagement

Bei allen Bauvorhaben ist eine klare und detaillierte Definition der Ziele unter Berücksichtigung der Aspekte Kosten, Termine und Qualität, schon lange vor dem eigentlichen Start des Projekts sinnvoll. Falls Bauherren das nötige bauliche Fachwissen nicht mitbringen, kann es bei komplexen Bauvorhaben sinnvoll sein, einen externen Projektmanager hinzuziehen.

Ein ausführlicher Überblick zu dem Thema ist dem folgenden Vortragsskript zu entnehmen:

Generalunternehmer - Chancen und Risiken

Darüber hinaus kann es bei Großbauvorhaben sinnvoll sein einen Generalunternehmer mit der Durchführung der Baumaßnahme aber auch ggf. der Planung zu beauftragen. Welche verschiedenen Möglichkeiten der Generalunternehmervergabe es gibt und wo die Vor- und Nachteile eines Generalunternehmereinsatzes liegen wird in dem folgenden Vortragsmanuskript behandelt:

Barrierefreies Bauen

Sportstätten sollten für alle, also auch für Menschen mit Behinderungen, mehr als bisher sehr sorgfältig geplant und gestaltet werden. Grundsätzlich folgt die Planung den allgemeinen Planungsprinzipien – dabei sind die Belange für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere Personen mit Bewegungseinschränkungen, mit Sinnesbehinderungen und auch anderen Handicaps von Beginn an zu berücksichtigen. Darüber hinaus gelten die Anforderungen aus den Bauordnungen der Länder, Baurichtlinien und Normen, die Menschen mit Behinderungen den Zugang und die Nutzung der Sportstätten ermöglichen und erleichtern. Um den Aufenthalt und die Betätigung für alle in Sportstätten zu optimieren, sollten bereits in der Planung  Gestaltungsprinzipien für attraktive, qualitätvolle Räume  berücksichtigt werden.

Einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen, Fördermöglichkeiten und Veranstaltungen finden Sie hier. Weiterhin sind Angaben zu Sporthallen sowie auch Hinweise zu Bädern und Sportplätzen hier zu finden.

Darüber hinaus hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktosicherheit einen Leitfaden "Barrierfreies Bauen"  heraus gegeben.

Trinkwasserverordnung

Sportvereine, die Inhaber einer Sportstätte mit Duschen sind, müssen ihre Trinkwasser-Installationen regelmäßig auf Legionellen hin überprüfen. Das regelt die Trinkwasserverordnung in der Fassung der zweiten Änderungsverordnung vom 5. Dezember 2012. Die Trinkwasserverordnung betrifft neben Mehrfamilienhäusern, Hotels, Geschäfts- und Gewerbebetrieben, usw. auch alle Sportanlagen mit Duschen, deren Trinkwasserspeicher mehr als 400 Liter und/oder deren Rohrleitungsinhalt mehr als drei Liter aufweisen. Mehr Informationen finden Sie beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.