Newsmeldungen

des LandesSportBundes Niedersachsen

21.04.2020 - LSB setzt sich beim Kultusminister für Sportunterricht ein

Der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen hat sich an den Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne gewandt mit der Bitte, insbesondere vor dem Hintergrund der Beratungen der Sportminister am 20.04. und der ab Anfang Mai zu erwartenden schrittweisen Öffnung des Sportangebotes im Freien der Sportvereine, erneut zu prüfen, wie unter Wahrung der weiterhin notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen Sportunterricht in beschränktem Umfang erteilt werden kann. Der LSB hat zudem Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung durch den LSB und die Sportjugend Niedersachsen angeboten. Weiter heißt es in dem Schreiben: "Wenn Ende April die Ministerpräsidentinnen/Ministerpräsidenten der Empfehlung der Sportminister folgen und die Sportvereine in Teilbereichen ihrer gesellschafts- und gesundheitspolitischen Aufgabe wieder entsprechen können, sollte auch der Weg dafür geebnet werden, Sportunterricht an den Schulen wieder zu ermöglichen." 

Die Sportjugend Niedersachsen setzt sich in einer Pressemitteilung vom 21. April 2020 für eine Fortsetzung des Sportunterrrichtes ein.

Sportjugend fordert Fortsetzung des Sportunterrichtes!

Die Sportjugend Niedersachsen kritisiert die Ankündigung des Niedersächsischen Kultusministers vom 17. April, dass in allen Schulformen bis auf Weiteres kein regulärer Sportunterricht stattfinden darf sondern nur alternative Bewegungsangebote unter Wahrung des Abstandsgebotes und nach Möglichkeit im Freien. „Es ist unstrittig, dass die Pandemie eine sehr ernste Herausforderung ist“, sagt der Vorsitzende der Sportjugend Niedersachsen Reiner Sonntag. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern und Familienangehörigen sichergestellt ist. Sportunterricht an Schulen leistet dazu aber einen wichtigen Beitrag.“

Die Sportjugend Niedersachsen fordere daher, dass Sportunterricht in den Schulen – angepasst an die Situation vor Ort und unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen – möglichst durch ausgebildete Sportlehrkräfte erteilt werden kann!

Klar sei, dass Sportunterricht zurzeit primär im Freien stattfinden sollte, auf dem Sportplatz, der Laufbahn oder im Park. „Wir regen an, dass in den Schulen unter enger Einbindung des Deutschen Sportlehrerverbandes Niedersachsen nach Lösungen für das Umkleiden, Duschen und Waschen gesucht wird, damit die notwendigen  Hygienevorschriften in den Schulsanitäranlagen eingehalten werden können“, sagt Sonntag und kündigte an, die Expertise der Sportjugend und des LandesSportBundes Niedersachsen in Planungen vor Ort einbringen zu können.

„In vielen Sportbünden gibt es BeSS-Servicestellen zur Förderung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten in Schulen, Kindertagesstätten und Sportvereinen. Die Kolleginnen und Kollegen können vor Ort mit unterstützen“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des LandesSportBundes Niedersachsen, Norbert Engelhardt. Er hält nach der langen Phase der Bewegungsarmut eine professionelle sportpädagogische Anleitung des Sportunterrichts in der Schule - auch hinsichtlich der Vermeidung von Überforderung, Unfällen und Verletzungen - dringend notwendig.

Digitaler Sportunterricht

„Da wo kein Sportunterricht stattfinden kann, sollte über die Sportlehrkräfte der Schulen digitaler Sportunterricht angeboten werden“, sagt Sonntag. Wie in anderen Fächern auch, sollten in Form von Übungsaufgaben Bewegungsformen- und Aufgaben digital von den Sportlehrkräften zu Verfügung gestellt werden. Das Land müsse auch in Zeiten der Corona-Pandemie seinem selbsterklärten Auftrag aus der Niedersächsischen Verfassung gerecht werden. Dort heißt es: „Das Land, die Gemeinden und die Landkreise schützen und fördern Kunst, Kultur und Sport.“

Hannover 21. April 2020

Foto: LSB NRW / Andrea Bowinkelmann