Niedersachsens Ruderer überzeugen bei Heim-EM

Die Ruderinnen und Ruderer Lena Osterkamp (DRC Hannover), Henning Köncke (Osnabrücker RV) und Aaron Erfanian (ebenfalls DRC Hannover) haben sich bei den U23-Europameisterschaften auf der Wedau in Duisburg zwei Gold- und eine Bronzemedaille gesichert.

Den Auftakt machte Henning Köncke mit dem Sieg im Männer-Vierer mit Steuermann. Danach setzte sich dann auch Lena Osterkamp mit dem deutschen Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau in einem taktisch klug gefahrenen Rennen durch und sicherte sich ebenfalls die Goldmedaille. Zum Abschluss erkämpfte der Männer-Doppelvierer ohne Steuermann mit Aaron Erfanian an Bord in einem eng umkämpften Finale die Bronzemedaille.

Damit sind alle drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Landesruderverband Niedersachsen (LRVN) mit einer Medaille in ihre Heimatvereine zurückgekehrt.

Lena Osterkamp und Aaron Erfanian trainieren am Bundesstützpunkt Rudern in Hannover, Henning Köncke wird am Bundesstützpunkt Dortmund, dem Leitstützpunkt für die Disziplingruppe Männer Riemen, betreut.

Insgesamt holte das deutsche Team in Duisburg 15 Medaillen (4x Gold, 5x Silber, 6x Bronze).

Klaus Scheerschmidt, leitender Landestrainer des Landesruderverband Niedersachsen (LRVN), schätzt die Leistungen der Ruderinnen und Ruderer ein:

Henning Köncke (2. v.r.)

"Der Männer-Vierer mit Steuermann spielt in der Altersklasse U23 in vielen Nationen eine wichtige Rolle, obwohl die Bootsklasse nicht im olympischen Programm vertreten ist, um die notwendige Breite an Riemenruderinnen und -ruderer für den A-Bereich zu entwickeln und internationale Erfahrung zu sammeln. Für Henning Köncke freue ich mich sehr, da es sein erster großer internationaler Erfolg ist, den er in diesem Jahr einfahren konnte."

(Klaus Scheerschmidt, leitender LRVN-Landestrainer)

Lena Osterkamp (1. v.l.)

"Der Frauen-Skull-Bereich gehört zu den stärksten Disziplingruppen im Deutschen Ruderverband, für den besonders der Doppelvierer ist eine strategisch wichtige Bootsklasse darstellt. Dem entsprechend hoch ist auch das nationale Leistungsniveau in diesem Bereich. Lena Osterkamp, die in den letzten Jahren in der Disziplingruppe Riemen zu Hause war, hat sich erst im Frühjahr für den Versuch entschieden, sich für den Skull-Bereich zu qualifizieren. Dass sie es auch noch in den Doppelvierer geschafft hat und mit diesem die Goldmedaille gewinnen konnte, belegt ihre gute physische Verfassung und Anpassungsfähigkeit. Ich freue mich für Lena sehr, da der Wechsel der Disziplingruppe, insbesondere in einem Jahr nahezu ohne Wettkämpfe, immer ein besonderes Risiko darstellt."

(Klaus Scheerschmidt, leitender LRVN-Landestrainer)

Aaron Erfanian (1. v.l.)

"Ebenso wie der Frauen-Doppelvierer gehört der Männer-Doppelvierer zu den besonders wichtigen Bootsklassen für den Deutschen Ruderverband (DRV). Bei der Mannschaftsbildung für den U23-Männer-Skull-Bereich in Berlin war ich selbst beteiligt. Dabei war schon zu erkennen, dass es in diesem Jahr schwierig sein würde, eine Top-Mannschaft im Doppelzweier oder -vierer zu formieren. Aaron Erfanian hat in seinem ersten Jahr in dieser Altersklasse (19-22 Jahre) gleich den Sprung in den Doppelvierer geschafft, was an sich schon eine gute Leistung ist. Das große Meldefeld und der veränderte Wettkampfmodus stellten eine zusätzliche Herausforderung dar, die das deutsche Team sehr gut gelöst hat und am Ende mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. Für Aaron ist das in seinem ersten Jahr bei den Männern eine tolle Leistung."

(Klaus Scheerschmidt, leitender LRVN-Landestrainer)

Weblink:

www.lrvn.de

Kontakt:

Klaus Scheerschmidt, trainer(at)lrvn.de

Quelle:

LSB Magazin, Ausgabe 11/2020