Forschungsprojekt SicherimSport

Der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen beteiligt sich mit weiteren acht Landessportbünden an dem Forschungsprojekt „SicherImSport – Sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im organisierten Sport – Häufigkeiten und Formen sowie der Status Quo der Prävention und Intervention“. Es wird federführend vom Landessportbund NRW gefördert und von der Bergischen Universität Wuppertal sowie dem Universitätsklinikum Ulm durchgeführt. Im Fokus ist der Breitensport, die Studie ergänzt die Studie "Safe Sport" aus dem Jahr 2016, die sexualisierte Gewalt im Leistungssport untersucht hatte.

Ziel & Module

Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, umfassende Daten zu Häufigkeit und Formen von sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im organisierten Sport zu erheben sowie den Status Quo der Prävention und Intervention im organisierten Sport festzuhalten.Der LSB beteiligt sich am Modul 1 des Forschungsprojektes für Mitglieder aus Sportvereinen ab 16 Jahren.

MODUL 1 (Universitätsklinikum Ulm, in Kooperation mit Bergische Universität Wuppertal):

Quantitative Erfassung der Häufigkeit von sexualisierten Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt in Sportvereinen (Beteiligte Verbände: LSB Nordrhein-Westfalen, LSB Berlin, LSB Rheinland-Pfalz, LSB Thüringen, LSB Baden-Württemberg, LSB Hessen, LSB Hamburg, LSB Niedersachsen, LSB Mecklenburg-Vorpommern, LSB Sachsen-Anhalt).
Dieses Modul wird ermitteln, wie hoch das Ausmaß von sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im vereinsorganisierten Breitensport ist und damit die
Forschungslücke in Bezug auf die Prävalenz von (sexualisierter) Gewalt im Breitensport schließen. Es wird dabei auch den Fragen nachgegangen, inwiefern sexualisierte Gewalt mit anderen Gewaltformen, wie z.B. emotionaler und körperlicher Gewalt, verbunden ist und in welchen Settings und Konstellationen Gewalt auftritt. Die Daten werden durch eine Online-Erhebung beiden über 16-jährigen Vereinsmitgliedern erhoben.

MODUL 2 (Bergische Universität Wuppertal, in Kooperation mit Universitätsklinikum Ulm):

Erfassung des Status Quo der Prävention und Intervention sowie Rekonstruktion von Fällen sexualisierter Gewalt in Sport (Beteiligte Verbände: LSB Nordrhein-Westfalen, LSB Berlin, LSB Rheinland-Pfalz, LSB Hessen, LSB Sachsen-Anhalt) In diesem Modul wird der aktuelle Stand der vorhandenen Maßnahmen zur Prävention und Intervention in den Landessportbünden
erhoben. Auf einer qualitativen Ebene zielt dieses Modul außerdem auf die Rekonstruktion von Fällen sexualisierter Gewalt. Hierzu werden qualitative Interviews mit beteiligten Akteuren geführt und mehrperspektivisch rekonstruiert. Die gewonnenen Erkenntnisse aus verschiedenen Perspektiven sind hochgradig relevant für die Interventionspraxis. Sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im organisierten Sport – Häufigkeiten und Formen sowie der Status Quo der Prävention und Intervention Forschungsprojekt SicherImSport – Ist online!
Stand 16. März 2021

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt

online-Befragung

Die online-Befragung für Personen ab 16 Jahren aus Sportvereinen läuft seit dem 22. März auch in Niedersachsen. Eine Teilnahme ist bis Ende August 2021 möglich, erste Ergebnisse sollen Ende 2021 vorliegen.

Zur online-Vereinsmitgliederbefragung