Sportstättenbau

Der LandesSportBund Niedersachsen will für zukunftsfähigen Sportstättenbau sensibilisieren, neue Räume erschließen und die bedarfsgerechte Entwicklung der Sportinfrastruktur sichern. Er setzt sich für eine bedarfsgerechte Sportstättenentwicklung ein. Dieses Ziel soll insbesondere durch den Abbau des über Jahre entstandenen Sanierungsstaus bei den Sportstätten erreicht werden.Weitere wichtige Themen sind die Erschließung neuer Räume, die Sensibilisierung für nachhaltigen Sportstättenbau oder die Umnutzung nichtsportlicher Flächen und Räume für den Sport.

Änderungen bei der Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus
Ab 1. Januar 2015 sind Änderungen in der Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus in Kraft getreten. Sie gelten für alle Anträge von Sportvereinen, die ab dem Jahr 2016 eine Förderung erhalten wollen. Die Richtlinie finden Sie hier.

Lärmschutz
Der Bundesrat hat mit der Zustimmung Niedersachsens in seiner Sitzung am 11. Juli 2014 die Einfügung einer Länderöffnungsklausel in die Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) beschlossen. Durch die vorgeschlagenen Änderungen kann eine größere Flexibilisierung in der zeitlichen Nutzung von Sportanlagen erreicht werden, unter Berücksichtigung des erhöhten Schutzbedürfnisses der Nachbarschaft. Weiterhin werden konkretere Regelungen bezüglich des Altanlagenbonus vorgeschlagen. Der LandesSportbund Niedersachsen setzt sich dafür ein, dass eine länderspezifische Regelung für Niedersachsen erlassen wird. 

Trinkwasserverordnung
Sportvereine, die Inhaber einer Sportstätte mit Duschen sind, müssen ihre Trinkwasser-Installationen auf Legionellen hin überprüfen. Das regelt die Trinkwasserverordnung in der Fassung der zweiten Änderungsverordnung vom 5. Dezember 2012. Die Untersuchungen müssen bis zum 31. Dezember 2013 durgeführt werden und dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Darauf weist der Deutsche Olympische Sportbund hin. Mehr Informationen finden Sie beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

„Förderprogramme Sportstättenbau in Niedersachsen"

Die Fördermöglichkeiten, die vom Land Niedersachsen, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie dem LandesSportBund (LSB) Niedersachsen angeboten werden, sind vielfältig. Für Sportvereine, die Bauherren werden, ist es wichtig, die aktuellen Förderprogramme zu kennen, um Finanzierungsentscheidungen treffen zu können.

Im Rahmen der Veranstaltung "Förderprogramme Sportstättenbau in Niedersachsen" am Freitag, den 19.05.2017 wurden die Förderbedingungen, die Abgrenzungen zwischen den einzelnen Programmen, die Antragswege sowie die Kombinierbarkeit der Förderprogramme thematisiert. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden Raum für Fragen zu den inhaltlichen Schwerpunkten, den Förderdetails und den Antragswegen.

Die Vortragsunterlagen finden Sie hier.

Sanierung von Sport- und Tennishallen

Beim Forum Sportentwicklung des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen "Sanierung von Sport- und Tennishallen" tauschten rund 70 Teilnehmende Konzepte, Praxisbeispiele und Expertentipps aus.

In den Vorträgen wurden sowohl neue Bewegungsräume und Anforderungen an Sporträume der Zukunft als auch energetische Gesamtkonzepte zur Sanierung von bestehenden Sporthallen thematisiert. Vorgestellt wurden auch notwendige Schritte bei der Umrüstung auf energiesparende Beleuchtungssysteme und alternative Finanzierungsformen.

Praxisbeispiele aus den Sanierungsprojekten der Vereine Hildesheimer TC Rot-Weiß, TSV Hachmühlen und der hessischen Turngemeinde Unterliederbach gaben darüber hinaus Einblicke in Umsetzung von Baumaßnahmen an Sport- und Tennishallen. Schwerpunkt dabei: Maßnahmen zur energetischen Sanierung und die damit verbundene Senkung der Energiekosten.

 

Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz

Das Niedersächsische Tariftreue- und Vergabegesetz gilt auch für Sportvereine, die Baumaßnahmen durchführen. Der LSB hat darüber 30 Vereinsvertreter informiert.

Nach diesem Gesetz können Sportvereine, die eine Baumaßnahme durchführen, zum öffentlichen Auftraggeber werden, wenn die Maßnahme überwiegend mit öffentlichen Zuschüssen (über 50%) gefördert wird und die Kosten des geförderten Projektes den Wert von 10.000 € übersteigt. Dieses trifft bei fast der Hälfte der über 400 vom LandesSportBund (LSB) Niedersachsen im Jahr 2015 finanziell unterstützten Baumaßnahmen von Sportvereinen zu. Über die rechtlichen und bürokratischen Anforderungen, welche auf die Sportvereine als öffentlicher Auftraggeber zukommen, informierte die Fachanwältin für Vergaberecht Dr. Alexandra Losch.

Darüber hinaus wurde vom Team Sporträume und Umwelt ein in Zusammenarbeit mit Dr. Alexandra Losch erarbeitetes Merkblatt vorgestellt. Der LSB empfiehlt Sportvereinen, einen Fachplaner einzuschalten, der über die Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus bezuschusst werden kann. Der stellvertretende LSB-Vorstandsvorsitzende Norbert Engelhardt teilte mit, dass sich der LSB beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr darum bemühe, eine Veränderung des Gesetzes zugunsten der Sportvereine zu erwirken.

Informationsveranstaltung zu „LED-Beleuchtung in Sportanlagen, Energieberatung und Fördermöglichkeiten"

Im Rahmen der in Lüneburg vom LandesSportBund in Zusammenarbeit mit der Avacon AG durchgeführten  Informationsveranstaltung wurden die Teilnehmenden  über Einsparpotentiale und Fallstricke bezüglich der Verwendung von LED-Technik informiert. Darüber hinaus wurde über die Fördermöglichkeiten und den Umfang der Aktion „Vereint Energie sparen“ berichtet. 

Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus

Für alle Sportstättenbauförderanträge von Sportvereinen, die ab dem Jahr 2016 eine Förderung erhalten wollen, ist die seit dem 1. Januar 2015 geltende Richtlinie als Grundlage zu verwenden. Die Richtlinie finden Sie hier.