Wahlen

Der LandesSportBund Niedersachsen nimmt im Vorfeld von Europawahlen sowie Kommunal- oder Landtagswahlen in Niedersachsen Stellung mit sportpolitischen Forderungen.

Niedersächsische Landtagswahl 2022

"Für einen vielfältigen Vereinssport!" Das Präsidium des LandesSportBundes Niedersachsen hat im November sportpolitische Erwartungen für die Landtagswahl am 9. Oktober 2022 formuliert.

Die Positionierungen und die Erwartungen des LandesSportBundes Niedersachsen als Download-Dokument

Drei Positionen des LSB zur Landtagswahl 2022

1. Der LSB ist Partner für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen!
Der LSB mit seinen Mitgliedern leistet über den Sport einen unverzichtbaren Beitrag bei der Bewältigung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung, Integration, soziale Teilhabe, Inklusion, Nachhaltigkeit, Stadt- und Ortsentwicklung sowie bei der Prävention vor (sexueller) Gewalt und demokratiefeindlichen
Positionen.
2. Der LSB erwartet eine Stärkung des Kinder- und Jugendsports!
Sport und Bewegung im Verein fördern die kindliche Gesundheit (psychisch, physisch, sozial) und die Bildung. Sport im Verein ermöglicht gerade Kindern den Aufbau sozialer Beziehungen über kulturelle und soziale Unterschiede hinweg. Sport im Verein wirkt den Bewegungs- und Begegnungsdefiziten als Folgen der Corona- Pandemie entgegen.
3. Der LSB benötigt verbesserte Rahmenbedingungen für den organisierten Sport!
Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen des Sports in Niedersachsen ist erforderlich. Sport benötigt eine gesicherte und angemessene Entwicklung der Sportinfrastruktur. Das Ehrenamt benötigt mehr Wertschätzung, insbesondere fachlich kompetente, hauptberufliche Unterstützung in den sozialen Themen. Der Leistungssport muss gestärkt werden.

10 Erwartungen zur Landtagswahl 2022

1. Die Sportförderung in Niedersachsen muss rechts- und planungssicher sein.

Das Sportfördergesetz bietet eine gute Grundlage. Der variable Anteil der Sportförderung (NSportFG § 3 Abs. 2) ist dem festen Anteil der Sportförderung zuzurechnen.

2. Bezugnehmend auf den Bericht der Landesregierung zur Evaluierung des Niedersächsischen Sportfördergesetzes muss eine Dynamisierung der Sportförderung erfolgen.

3. Auf Basis der Bedarfsermittlung des LSB ist das Sportstättenprogramm des Landes Niedersachsen als zweckgebundene zeitlich befristete Erhöhung der Finanzhilfe bis 2028 fortzusetzen. Das Sportförderprogramm stellt einen wesentlichen Beitrag zum energieeffizienten Gebäudeumbau und zur regionalen Wirtschaftsförderung dar. Über 50% der niedersächsischen Sportvereine verfügen über eigene Sportanlagen, die mit der klimagerechten Anpassung ein hohes Potential für die Erreichung der Klimaziele des Landes bieten können.

4. Die Finanzierung der Koordinierungsstellen Integration im und durch Sport muss durch zusätzliche Finanzhilfe langfristig gesichert werden.

5. Es müssen Programme zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie entwickelt werden. Weiterhin ist der Zugang zu bzw. die Bereitstellung von Fördermitteln zur nachhaltigen Anpassung des Sports zu ermöglichen.

6. Für Freiwilligendienste im Sport muss eine ministerielle Zuständigkeit definiert und es muss ein angemessen finanziell ausgestattetes Landesförderprogramm eingerichtet werden.

7. Sportvereine müssen bestmöglich unterstützt werden, um Bewegungsfreude bei Kindern und Jugendlichen, soziale Teilhabechancen und Schwimmfähigkeit insbesondere bei Kindern und Jugendlichen deutlich zu verbessern. Ergänzend dazu braucht es einen interministeriellen „Pakt für Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen“.

8. Leistungssport muss durch die Umsetzung des Leistungssportkonzepts 2030 besonders gefördert werden.

9. Dezentrale Fachberatungsstellen im Sport für die Prävention sexualisierter Gewalt müssen zusätzlich zu den bestehenden Stellen auf Landesebene eingerichtet werden.

10. Ehrenamtliches Engagement muss z. B. durch den Abbau bürokratischer Hürden besonders gestärkt werden. Der gesetzliche Schutz des arbeitsfreien Sonntags ist für die Aufrechterhaltung der v.a. ehrenamtlich geführten Sportstrukturen unabdingbar.