In Niedersachsen leben rund 1,3 Millionen Menschen in Armut – besonders häufig Kinder, Jugendliche und Frauen. Für viele Familien werden Mitgliedsbeiträge, Ausrüstung oder Fahrtkosten zu realen Hürden. Armut bedeutet dabei nicht nur fehlendes Geld, sondern auch eingeschränkte Chancen auf Bewegung, Gesundheit und Gemeinschaft.
LSB stärkt Engagement gegen soziale Ausgrenzung
Der LSB hat das Thema bereits in Workshops aufgegriffen und gute Praxis aus den Vereinen sichtbar gemacht. Mit dem Beitritt zur LAK vertieft der Verband dieses Engagement und bringt seine Perspektive als größter zivilgesellschaftlicher Akteur im Land ein.
Der LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe betont:
„Wenn wir über Armut sprechen, sprechen wir über Teilhabe. Wir müssen es uns leisten, dass Sport für alle möglich ist.“
Er verweist darauf, dass Armut häufig mit einem Mangel an Bewegungsräumen einhergeht – sowohl im Verein als auch im öffentlichen Raum.
„Die Mitgliedschaft in der LAK ist für uns ein wichtiger Schritt, um gemeinsam mit starken Partnerinnen Lösungen zu entwickeln, die wirklich wirken.“
Gemeinsam für mehr Zugang zum Sport
Mit dem Beitritt schließt sich der LSB einem breiten Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kirchen, sozialen Initiativen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen an. Ziel ist es, Vereine zu entlasten und Menschen in Armutslagen echte Zugänge zum Sport zu eröffnen.
Der LSB will dabei nicht nur seine Expertise einbringen, sondern auch von Fachkräften der Sozialarbeit und von Betroffenen lernen.
Sport als soziale Infrastruktur
Der LSB unterstreicht mit diesem Schritt seine Überzeugung: Sportvereine sind ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Niedersachsen – und müssen für alle Menschen erreichbar sein.