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des LandesSportBundes Niedersachsen

- Schießstandtechnik der Zukunft vorgestellt

Schießstandtechnik der Zukunft vorgestellt

Unter starker Beteiligung der Medien und der Wirtschaft, präsentiert die Schützengesellschaft Langelsheim ihr neues Schießstandkonzept

Nach rund 6 Jahren Planung, wurde am 26. März endlich die neue 10-Meter-Anlage der Schützengesellschaft Langelsheim präsentiert.

Neben der lokalen Presse war auch die Deutsche Schützenzeitung mit ihrem Chefredakteur Harald Strier und das Fernsehteam von Sat1.Regional mit dabei.

Fast alle an dem Projekt beteiligten Firmen rund um Schießstandtechnik und Lichtgewehrtechnik gaben sich im Nordharz ein Stelldichein.

Auf Einladung der 1. Vorsitzenden der SG Langelsheim, Astrid Rothhardt und dem Projektleiter Hartmut Richter, fanden sich die Firmen Meyton Elektronik GmbH, Viass GmbH, J.G. Anschütz GmbH, RB Shooting und UP Schießsportelektronik in den neuen Schießsportanlagen ein.

Um den Corona-Regeln gerecht zu werden, wurden alle Teilnehmer gleich zu Beginn einem freiwilligen Schnelltest durch das Team des Deutschen Roten Kreuz Braunlage unterzogen. Glücklicherweise waren alle Tests negativ, so dass kein Teilnehmer außen vor bleiben musste.

Bereits vor dem offiziellen Start, hatte sich das Drehteam von Sat1.Regional eingefunden, um die Interviews und Filmaufnahmen zu drehen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Videojournalsitin Sybille Meyer-Bretschneider ihren Fokus auf das Schießen für sehbehinderte und blinde Menschen ausgerichtet hatte. Dementsprechend intensiv und umfangreich waren die Dreharbeiten gerade in diesem Punkt. Der Beitrag wurde am 29.03.2021, um 17.30 Uhr in Regionalprogramm von Sat1 gesendet.

In der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Astrid Rothhardt ging diese insbesondere auf das hohe Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein, die die Umgestaltung, Renovierung und gesamte Montage des Netzwerks und der elektronischen Anlagen nebst Verkabelungen in ihrer Freizeit umgesetzt haben und hierfür 332 Arbeitsstunden investierten. Diese herausragende Leistung sei gerade in der heutigen Zeit und unter Berücksichtigung aller Auflagen nicht hoch genug anzuerkennen.

Die Vorstellung des Projekts „10-Meter-Anlagen“ sowie die persönliche Begrüßung der Anwesenden übernahm dann der Projektbeauftragte Hartmut Richter.

In seinen Worten wurde immer wieder deutlich, dass es bei dieser deutschlandweit einzigartigen Anlage, ein Fokus auf die Integration von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen einerseits und andererseits das Integrieren des normalen Schießens mit einem Diabolo, dem Lichtschießen und dem Schießen für sehbehinderte und blinde Menschen in einer Anlage lag.

Gerade im Trainingsbetrieb eines Vereines ist es von großer Bedeutung, dass zwischen den drei Zielgruppen eine sekundenschnelle Umrüstung und Umstellung der Zieleinheiten gewährleistet ist. Langwierige Umbauprozesse, die den üblichen Trainingsbetrieb beeinträchtigen, darf es nicht geben.

So präsentierte Richter, dass der Umbau vom „normalen“ Schießen auf das Schießen für Sehbehinderte und Blindenbinnen 2 Sekunden erfolgt.

Dies ist möglich, durch die in Zusammenarbeit mit Meyton und Viass neu entwickelte steckbare Einheit. Neben einer neu entwickelten Zusatzplatine, die einmalig in den Meyton-Lichtrahmen eingebaut wird, ist es nun möglich, die Sensoreinheit inklusiv der erforderlichen Stromverbindung einfach aufzustecken.

Auch der Umbau der Druckluftstände auf das Schießen mit dem Lichtgewehr oder der Lichtpistole im Zusammenhang mit der neuen, speziell für die Langelsheimer angepasste PLT2 hybrid-Anlage der Firma Dr. Schneider, ist durch den integrierten Schwenkmechanismus in 10 Sekunden erledigt.

 

Die nun erreichte Variabilität unterstützt den Schießablauf an allen Übungstagen und biete ein Höchstmaß an Flexibilität.

Die Veranstaltung wurde insbesondere durch die anwesenden Unternehmen zu einem intensiven Erfahrungsaustausch und zum Fachsimpeln genutzt. Dazu trug auch Jochen Anschütz bei, der für die Langelsheimer Schützen ein neu zusammengestelltes Lichtgewehr mitbrachte. Dieses Lichtgewehr ist mit seinen 2.600 Gramm, der Ausrichtung sowohl für Links- als auch für Rechtsschützen und mit dem Feindiopter der Firma Anschütz, auf der Basis eines LG-Aluschafts, perfekt auf die Belange von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten.

Die einzelnen Module, die für das Lichtgewehr erhältlich sind, fand Niederschlag in einem neu aufgelegten Prospekt, dass Jochen Anschütz exklusiv bei diesem Anlass vorstellte.

Die Firma Meyton Elektronik GmbH, die mit ihren Geschäftsführern Steffen Hoffmann, Stefan Tegelhütter und dem Leiter Vertrieb und Marketing Murat Taskiner, bei dieser besonderen Veranstaltung stark vertreten waren, überreichten den Langelsheimer Schützen drei Scheibenwechseleinheiten für die neuen Messrahmen „Black Magic“. Sie hoben in ihren Grußworten deutlich hervor, dass diese Anlage als erste dieser Art komplett mit 12 Messrahmen, den PLT2 hybrid-Anlagen und dem Viass System ausgestattet sind. Dies sei einmalig in Deutschland.

Das Gesamtprojekt mit der Umstellung der 10-Meter-Anlagen sowie der barrierefreien Umgestaltung wird eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 410.000,00 Euro mit sich bringen. Hiervon fallen rund 25% allein auf die nun erfolgte technische Umrüstung und Erweiterung.

Den Großteil der Summe investieren die Langelsheimer Schützen in einen Anbau, der einen Aufzug und die notwendigen Erweiterungen der Sanitäranlagen beinhaltet.

„Diese Investitionen könnten wir als Verein niemals selbst schultern“, so Gesamtprojektleiter Hartmut Richter. „Nur durch die erheblichen Förderzuwendungen ist eine solch zukunftsweisende Maßnahme überhaupt realisierbar.“

Zuwendungen im 6-stelligen Bereich hat die Schützengesellschaft Langelsheim von der Aktion Mensch, dem LandesSportBund Niedersachsen und aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ erhalten.

Weitere Mittel kommen aus dem Digitalbonus.Niedersachsen sowie weiteren Zuwendungen von Unternehmen und Privatpersonen