Die Ständigen Konferenzen der Landesfachverbände und der Sportbünde sind am Wochenende turnusgemäß in Hannover zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Sitzungen standen Berichte aus Präsidium und Vorstand sowie die Vorbereitung des Landessporttags 2026. Beide Gremien wählten zudem ihre Vorsitzenden.
Wahl der Vorsitzenden und Stellvertreter*innen
An der Spitze der Ständigen Konferenz der Landesfachverbände steht weiterhin Michael S. Langer, Präsident des Schachverbandes Niedersachsen. Er wurde einstimmig im Amt bestätigt.
Als erste Stellvertreterin wurde Ulrike Städler gewählt, die diese Funktion von Heinz Böhne übernimmt. Heinz Böhne und Marco Dierkesmann wurden als weitere Stellvertreter bestätigt.
Bei der Ständigen Konferenz der Sportbünde setzte sich Kai Langer (Kreissportbund Friesland) gegen Uwe Bahnweg (Kreissportbund Harburg-Land) durch. Er folgt auf Jörn Leiding als Vorsitzender.
Kai Langer und André Kwiatkowski bedankten sich herzlich bei Jörn Leiding für sein ehrenamtliches Engagement.
Die Stellvertreter der Ständigen Konferenz der Sportbünde bleiben bis zur nächsten Konferenz im Mai 2027 im Amt.
Die Vorsitzenden vertreten die beiden Ständigen Konferenzen in den kommenden vier Jahren im Präsidium des LandesSportBundes Niedersachsen.
Wirtschaftsbeirat
Ein zentrales Thema der Konferenzen waren die turnusgemäßen Wahlen für den Wirtschaftsbeirat des LandesSportBundes Niedersachsen. Die Ständigen Konferenzen benannten gemäß Satzung jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter für das insgesamt siebenköpfige Gremium.
Von der Ständigen Konferenz der Sportbünde wurden Leon Bischoff, Jörg Kromminga und Otto Sohnemann gewählt. Die Ständige Konferenz der Landesfachverbände benannte ihre satzungsgemäßen Vertreter ebenfalls und stimmten für Ingo Herlitzius, André Bödecker und Jens Kappell. In der Dezembersitzung des Präsidiums wird der neue Wirtschaftsbeirat berufen. Dem Präsidium obliegt es dabei auch, den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende zu berufen.
Mit großem Applaus verabschiedeten die Teilnehmenden die langjährigen Wirtschaftsbeiratsmitglieder Wolfgang Gremmel und Norbert Rüscher, die für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung standen. Beide haben die Arbeit des Gremiums über viele Jahre hinweg engagiert ehrenamtlich begleitet und mitgeprägt.
Stand des Vorstandsbesetzungsverfahrens
LSB-Präsident André Kwiatkowski informierte die Konferenzen über den aktuellen Stand des Vorstandsbesetzungsverfahrens. Demnach führt er gemeinsam mit Michael S. Langer derzeit Vertragsverhandlungen mit zwei ausgewählten Kandidat*innen für die beiden neu zu besetzenden Vorstandsposten.
Weitergehende Informationen sollen veröffentlicht werden, sobald die rechtliche Prüfung abgeschlossen ist und die erforderlichen Vertragsunterschriften vorliegen.
Mit Blick auf die künftige Verbandsentwicklung betonte Kwiatkowski zudem das Ziel des Präsidiums, dessen Rolle stärker in Richtung einer klaren Aufsichtsratsfunktion weiterzuentwickeln.
51. Landessporttag
André Kwiatkowski teilte bei beiden Konferenzen mit, dass er auf Vorschlag des Präsidiums beim 51. Landessporttag am 21.11.2026 erneut als Präsident kandidieren wird. Beide Konferenzen nominierten ihn als Kandidaten für das Präsidentenamt.
Beitragsanpassung ab dem Jahr 2028
Mit Blick auf den 51. Landessporttag am 21. November 2026 in Hannover sprachen sich beide Konferenzen mit großer Mehrheit für die vom LSB-Präsidium vorgeschlagene Beitragsanpassung ab dem Jahr 2028 aus.
Sportcampus Hannover
Über die strategische Weiterentwicklung des Sportcampus Hannover berichtete Reinhard Rawe. Er hob hervor, dass der Standort im bundesweiten Vergleich durch die enge räumliche Verbindung von Sportstätten, Wohnmöglichkeiten und umfassenden Betreuungsangeboten für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler eine besondere Stellung einnimmt.
Gleichzeitig stoße die vorhandene Infrastruktur in einzelnen Bereichen bereits an ihre Grenzen. Insbesondere die Zahl verfügbarer Wohnmöglichkeiten für Athletinnen und Athleten sei perspektivisch zu gering.
Vor diesem Hintergrund wird die Idee verfolgt, das Gebäude Haus B nicht nur als moderne und zukunftsfähige Bürofläche zu sanieren, sondern es darüber hinaus zu einem „Haus der Athlet*innen“ weiterzuentwickeln. Ziel sei es, auch künftig attraktive und bezahlbare Wohnangebote für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Hannover bereitstellen zu können. Für Planung und Umsetzung eines solchen Projekts wurde ein Zeithorizont von etwa fünf bis acht Jahren skizziert.