Ja, eine neue Gasheizung kostet in der Anschaffung oft deutlich weniger als viele erneuerbare Alternativen. Dazu kommt, dass ein neues Brennwertgerät sehr wahrscheinlich effizienter arbeitet als ein altes.
Aber das ist nur ein Teil der Rechnung.
Hinzu kommen die laufenden Kosten für den Energieträger Gas – und diese sind in den letzten Jahren dauerhaft gestiegen. Einer der Hauptgründe: Gas muss heute aus anderen Ländern deutlich teurer importiert werden als früher aus Russland.
Zudem gibt es zwei Entwicklungen, die Gas in Zukunft noch teurer machen dürften:
Hinzu kommt, dass das Gesetz vorsieht, das jetzt eingebaute Gas- oder Ölheizungen ab 2029 steigende Anteile von Biomasse, zum Beispiel Biomethan, oder grünem oder blauen Wasserstoff nutzen muss (15 Prozent ab 2029, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040). Doch diese sogenannten "grünen Gase" sind teuer und knapp. Biogas wird aus Energiepflanzen, Bioabfällen oder Gülle gewonnen – also nicht unbegrenzt verfügbar. Schon heute ist Biogas deutlich teurer als Erdgas. Wenn künftig die Nachfrage stark steigt, werden die Preise entsprechend mitsteigen.
Klar: Der Einbau einer Wärmepumpe oder eines anderen Heizsystems auf Basis erneuerbarer Energien ist zunächst teurer – besonders, wenn zusätzliche Maßnahmen wie neue Heizkörper oder Dämmung nötig sind.
Jedoch gibt es viele Fördermöglichkeiten für etwaigen Maßnahmen und macht unabhängig von CO2-Preisen, steigenden Gaspreisen oder drohenden Investitionen in alternative Brennstoffe wie Biomethan.
Im Gegensatz dazu bindet eine neue Gasheizung den Verein langfristig an ein Heizsystem, das zunehmend teurer, unsicherer und womöglich bald nicht mehr unterstützt wird.
Es geht nicht nur um die Anschaffungskosten! Eine neue Gasheizung wirkt kurzfristig günstiger, kann aber langfristig zu einer teuren Fehlentscheidung werden.
Unsere Empfehlung:
Lassen Sie sich unbedingt unabhängig und fachlich gut beraten. Klären Sie mögliche Alternativen – und entscheiden Sie nicht allein aufgrund der vermeintlich günstigen Anfangskosten.
Für eine erste Einschätzung, welche Alternativen für Ihr Vereinsgebäude sinnvoll sind, kann die kostenlose Impulsberatung von Verein(t)klimaneutral genutzt werden.